Für die erste Gemeinschaftsübung im Jahr 2026 ließen sich die Übungsvorbereiter ein besonderes Programm einfallen. Der Übungsabend stand ganz im Zeichen der technischen Personenrettung, weshalb drei herausfordernde Stationen vorbereitet wurden.
Station 1: Eisrettung
Eine geschlossene Eisdecke auf Seen kann für viele Menschen verlockend sein, besonders wenn sie zusätzlich mit Schnee bedeckt ist. Da es in Österreich in den letzten Wochen vermehrt zu Einsätzen im Bereich der Eisrettung gekommen ist, war es uns als Feuerwehr Neustift ein besonderes Anliegen, dieses Szenario zu trainieren.
Für diese Übung holten wir uns Unterstützung von der Wasserrettung Innsbruck, die bei entsprechenden Einsätzen in unserem Gebiet automatisch mitalarmiert wird. Gemeinsam wurden mehrere Szenarien am Eis sowie unterschiedliche Rettungstechniken beübt und gefestigt. Ein herzliches Dankeschön an die Wasserrettung Innsbruck für die hervorragende Zusammenarbeit!
Station 2: Pfählungsverletzung
Durch einen Arbeitsunfall in einem Stallgebäude wurde eine Person durch einen Heukran im Oberkörperbereich gepfählt. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst, der bei einem solchen Einsatz die medizinische Verantwortung trägt, entschied man sich den Patienten zunächst vom Gerät zu befreien und anschließend mithilfe der Drehleiter aus dem Gebäude zu retten – und dies unter Berücksichtigung der bestehenden Pfählungsverletzung.
Zusätzlich musste der sich im Ausnahmezustand befindliche Kranführer sicher vom Kran gerettet werden.
Station 3: Eingeklemmte Person
In der Dunkelheit übersah ein Pistengerät eine Person und überrollte diese. Da die Person unter dem Fahrzeug zu liegen kam und eingeklemmt war, musste eine aufwendige technische Rettung mittels Hebekissen durchgeführt werden. Auch bei dieser Station wurde die Feuerwehr – wie im realen Einsatzfall – vom Rettungsdienst unterstützt.
Bericht + Bilder: FFN